Die Namensgebung für die Maßnahmen gegen den Iran sind so martialisch wie einfach

Ich möchte mit dieser Ausgabe das fundamentale Bild der US-Wirtschaft näher beleuchten und dabei sowohl die Schuldenentwicklung, das Wachstum wie auch die Inflationsentwicklung beleuchten. Ich denke, dass bei näherer Betrachtung, die Aggression der USA besser verständlich wird, wenn man sich mit diesen Aspekten näher beschäftigt. Ich werde dies anhand einer Vielzahl von Grafiken beleuchten, die ich in den letzten Monaten gesammelt habe.

Wenn man die letzten 14 Monate der Administration Trump 2.0 Revue passieren lässt, hat man einiges zu verdauen. Wer dachte, dass die Einführung exorbitant hoher Zölle bereits der Höhepunkt der Unsicherheit war, steht nun nach der Umbenennung des State Department of Defense in Department of War, wie von mir befürchtet, vor einer noch deutlich weiter zunehmenden Unsicherheit. Der scheinbar nur verteidigungsbereite Hegemon wird nun offensiv aggressiv und kriegsverliebt.

Wenn man Trump zuhört, kommt man nicht hinterher

Die Widersprüchlichkeit der Erklärungen Donald Trumps sind so zahlreich wie offenkundig. Dies mit Altersstarsinn oder Dummheit zu „verniedlichen“, kommt dem Kern der Angelegenheit nicht nahe.

Ich denke, die Strategie der Verwirrung aller Parteien ist ein bewusster Akt. Wer Trump als dumm bezeichnet kann recht haben, dürfte aber tatsächlich daneben liegen.

Ich neige dazu, bei Unklarheit von Äußerungen, die Ergebnisse von Handlungen stärker in den Fokus zu nehmen. Dabei komme ich zu einem durchaus unangenehmen Befund. Und hier ist es wieder wichtig, die Fundamentals zu betrachten, zu bewerten und die hoffentlich richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

Der Krieg im Iran als Maßnahme zur Stärkung der USA

Make America great again. Dies ist das Motto der aktuellen Regierung. Die USA sind, ohne dass es die Allgemeinheit so wahrnimmt, auf gutem Wege abzusteigen. Ein Prozess, den die USA nicht gewillt ist hinzunehmen.

Es ist wenig wahrscheinlich, dass es den USA aus eigener Kraft gelingt, ohne Schmerzen auf einen gesunden Weg zurückzukehren. Wenn man im Abstieg ist, aber relevante Hebel hat, ist es möglich, den eigenen Abstieg relativ umzukehren, indem der Rest der Welt in eine Problemzone getrieben wird.

Der Krieg gegen den Iran hat nicht unerwartet zur Schließung der Straße von Hormuz geführt

Die Strategen der USA wissen das seit Jahren um diese Möglichkeit und so wusste es auch die Administration Trump 2.0. Wenn sie dies wusste und die Folgen dessen in Kauf genommen werden, liegt vielleicht Absicht dahinter. Europa ist seit Jahren mit Handelsbilanzüberschüssen gegenüber den USA ausgestattet. Ebenso und zunehmend Asien. Insbesondere Asien ist in Bezug auf Bevölkerungsentwicklung und technologischem Fortschritt eine Bedrohung für den Hegemon. Asien bezieht den Großteil seiner fossilen Energie aus dem arabischen Raum.

Wenn die Schließung der Straße von Hormuz eine klar Folge war, ist ein wirtschaftlicher Schaden für Asien das eigentlich Ziel des Angriffs auf den Iran?

Den Iran militärisch zu schwächen und Asien damit zu schaden klingt wie ein voller Erfolg für die USA, auch wenn diese Schlussfolgerung absurd anmuten mag. Wenn man die Aktion von den Auswirkungen betrachtet, ist die Schlussfolgerung nicht mehr absurd.

Die USA sind der größte Energieexporteur der Welt und können im Unterschied zu den „arabischen Partnern“ in alle Welt exportieren, vor allem aber sich selbst versorgen. Der Export erfolgt zu deutlich höheren Preisen, was die Handelsbilanz der USA verbessern wird. Die USA denkt: Schwäche ich den Rest der Welt bin ich wieder „great again“!

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