Angesichts der Geschehnisse am Jahresbeginn ist es schon verwunderlich, wie wenig die Börsen oder auch Wechselkurse darauf reagiert haben. Es hat sich die „Gewissheit“ etabliert, dass zwar offensive Aktionen durchgeführt werden, diese aber in eng limitiertem Rahmen verbleiben. Das führt nicht einmal mehr zu einem Sturm im Wasserglas. Ob es der Angriff auf Venezuela und die Entführung Maduros war, der angebliche Angriff auf die Privatvilla Putins oder die Untersuchung gegen den Notenbankpräsidenten der USA, Jay Powell, nichts kann die Märkte erschüttern.

Scheinbare Unerschütterlichkeit

Die Edelmetallpreise haben im Spätherbst 2025 einen eskalierenden Preisanstieg erfahren, der nach wie vor anhält.

Bei Edel- und Industriemetallen ist diese Entwicklung auf Vorziehkäufe US-amerikanischer Häuser zurückzuführen, die sich vor der Einführung von Importzöllen – etwa auf Aluminium in Höhe von 50 % – absichern. Dies führt zu einer zunehmenden physischen Knappheit an der LME. Silber und Platin sind bereits jetzt global gesehen sehr knapp verfügbar, wird hier doch schon seit Jahren weniger produziert als nachgefragt. Für Gold gilt dies nicht, ebenso wenig für Palladium oder noch nicht für die Industriemetalle. Die Preisavancen sind aber nicht nur durch Vorziehkäufe zu erklären, sondern auch dadurch, dass langjährige profitable Short-Geschäfte nun beim jähen Preisanstieg einzudecken sind, um die Verluste zu minimieren, was durch steigende Marginerfordernisse zuletzt noch beschleunigt wurde, die mittelfristig darauf abzielen, die Preisentwicklung zu beruhigen.

Die Entwicklungen im Edelmetallbereich zeigen aber auf, dass die Unerschütterlichkeit der Marktteilnehmer Grenzen hat. Die Märkte sind so klein, dass schon wenig Kapitalzufluss ausreicht, um große Kursbewegungen auszulösen.

Wir stehen potentiell erst am Anfang einer Umschichtung in Edelmetalle:

Je mehr in Rüstung und damit in künftige Konflikte investiert wird und desto höher die Schuldenaufnahme ausfällt, die den inneren Wert des Geldes unterminiert= Anstieg Gold.

Fazit: Es zeigt sich, dass es Stress im System gibt, der sich in kleinkapitalisierten Märkten bereits jetzt sichtbar auswirkt.

Es ist jederzeit möglich, dass es zu starken & abrupten Kursbewegungen kommt

Es gibt keine schwarzen Schwäne, aber es kommt doch vor, dass es in Folge von geopolitischen oder innenpolitischen Problemen zu Marktreaktionen kommt, die heftig ausfallen können. In diesem Zusammenhang ist es durchaus möglich, dass heute „erkannte Trends“ für kurze Zeit brechen oder sogar umkehren (wenn eine Extrembewertung vorläge). Ich werde in dieser Ausgabe bei jeder Währung genau zu diesem Szenario Beispielszenarien durchgehen, die Ihnen einen Hinweis geben sollen, was durchaus ein bis zweimal in diesem Jahr geschehen kann. Mangels klarer zeitlicher Vorhersehbarkeit solcher Events ist es offenkundig, dass das Reaktionsvermögen erhöht werden muss, um angemessen, zielgerichtet und richtig auf solche Entwicklungen reagieren zu können.

Angemessenheit und Ziel:

  • Die Erreichung eines bestmöglichen Durchschnittskurses für den Einkauf oder für die Konvertierung von Einkünften ist das Ergebnis aktiver Gestaltung und nicht von passiven Prozessen – es gibt keine Garantie für Verbesserung in JEDEM Jahr, aber eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine durchschnittliche Ertragsverbesserung bei einem Beobachtungszeitraum von mehr als drei Jahren
  • Für alle Währungen gilt vs. Euro, dass es einen, zum Teil, erheblichen Zinsvorteil gibt, der heute für alle 5 in dieser Ausgabe besprochenen Währungen Sinn macht, Zahlungsverpflichtungen der Zukunft zu sichern. Dies ergibt sich aktuell nicht aber jederzeit in der Vergangenheit.  Der Vorteil ergibt sich zum einen aus Zinsunterschieden, die bei Sicherung lukriert werden und zum anderen im aktuellen Trendverlauf aus dem Anstieg der Währungen zum Euro, der im Trend fortbesteht. Die global günstigen Wirtschaftsaussichten lassen eine Fortsetzung des Aufwertungstrends der Währungen erwarten

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