Ich denke, die USA kommen nun relativ stark unter Druck einem Frieden mit dem Iran zuzustimmen, will sie nicht verantwortlich gemacht werden mit diesem unseligen Krieg eine Weltwirtschaftskrise ausgelöst zu haben.
Ich habe schon vor langer Zeit die Beobachtung gemacht, dass so gut wie jede Börsen- und Wirtschaftskrise in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg entweder ihren Ausgangspunkt direkt aus Spekulationsblasen in den USA genommen hatte oder aus politischen Fehlern, die von den USA gemacht wurden.
Fakt ist, der Rest der Welt in für Probleme nicht verantwortlich zu machen. Was die USA unter Einbeziehung Israels im Iran tun, hat das Potenzial die größte Krise der Nachkriegszeit auszulösen und das Vermächtnis Donald Trumps könnte es werden die Trump-Weltwirtschaftskrise zu verantworten. Nicht die Legacy, die er sich wünschen dürfte.
Im Zweifel TACO
Das Dumme ist, wenn Sturheit als Folge eine „Trump-Weltwirtschaftskrise“ bewirken würde, ist der Ausweg für Trump klar: Er muss klein beigeben. Etwas was ihm auch nicht gefällt. Die Frage ist, was er leichter aushält. Ich denke, dass die Variante Weltwirtschaftskrise das stärkere Gewicht hat, weil auch Corporate America darunter litte und sich mit Gewicht auf ihn legen würde.
Der Gewinner der Lage ist so oder so der Iran, der mit jedem der beiden Auswege leben kann, weil die Iraner ungleich leidensfähiger sind als der Rest der Welt.
Australien, Schweden und Kanada sind am wenigsten exponiert
Alle drei Staaten verfügen über einen guten Energiemix und ausreichend Versorgungsvolumen, um mit jedem Outcome klar zu kommen. Australien und Schweden sind dabei zwei Staaten, die eine außerordentlich niedrige Staatsverschuldung aufweisen, sodass diese Länder im Falle einer breiten Krise ihrer Bevölkerung durchaus beistehen können.
Ganz interessant finde ich, dass sowohl der AUD als auch der CAD zum USD resilient sind und zum Euro bei USD-Stärke daher auch steigen. Bei USD-Schwäche können sie zum Euro daher wohl relativ stabil bleiben oder nur moderat abwerten. Dabei ist vor allem der AUD auch zum Euro fundamental unterbewertet. Zum USD ist der AUD massiv unterbewertet.
Die Politik der USA wird uns noch lange beschäftigen
Es ist erforderlich eine Reihe von Szenarien durchzudenken, was in den kommenden 36 Monaten mit Wahrscheinlichkeit eintreten kann.
Ich kam schon vor 5 Jahren zum Schluss, dass die gemütlichen Zeiten zu Ende gehen und Geopolitik DIE DETERMINANTE der 20-er Jahre werden und aus der heutigen Perspektive auch die 30-er Jahre, von Geopolitik dominiert sein und mit disruptiven Ereignissen aufwarten, auf die die europäische Industrie meiner Meinung nach nicht vorbereitet ist.
Es braucht sehr viel höhere Liquiditätspölster als sie heute gegeben sind, auch weil manche Prozesse zwar die Bilanz beruhigen aber Cashflow kosten, die man heute bitter benötigen würde. Zaudern Sie nicht sondern stellen Sie den Ausbau von Liquiditätspölstern ins Zentrum ihrer Bemühungen. Wir unterstützen Sie darin ganz in Ihrem Interesse dies zu erreichen und dabei so wenig Risiko wie möglich zu tragen, aber mit soviel Risiko wie nötig um das doch zu erreichen.




