Der USD ist schwach ins Neue Jahr gestartet. Der Druck war vorübergehend sehr hoch und der USD fiel auf 1,2050 zum Euro. Aktuell pendelt sich der USD um 1,18 EUR/USD ein und ich gehe davon aus, dass dies für die kommenden Wochen der Mittelkurs sein wird.

Sollten Sie USD-Käufe tätigen müssen, wäre ein Niveau von 1,19- 1,1950 EUR/USD abzuwarten.

Sollten Sie USD-Receivables eher kurzfristig sichern müssen, wäre ein Kurs bei 1,17 EUR/USD möglich.

Minneapolis hat Folgen

Neben dem Dauerbrenner Epstein-Files ist für Donald Trump und sein Team (Kristi Noem, Peter Hegsetz & Steven Miller) der Tod (Ermordung) von US-Bürgern zunehmend eine Belastung.

Im Hinblick auf die Midterms wird es eng für die Republikaner und Trump. Es bietet sich nun eine exzellente Angriffsfläche für die Opposition, die sich auf die Schwächen der Administration fokussiert, die durch übertriebene Härte diese Angriffsfläche noch vergrößert.

Der Handlungsspielraum für Trump wird durch die Zuspitzung und daraus resultierenden miserablen Umfragewerte auch die Loyalität der Republikaner zu ihm schwächen. Damit sind dringend notwendige Reformen kaum möglich und die fundamentale Schwäche der USA wird immer prekärer.

Innenpolitisch zeigt sich, dass insbesondere die Staaten, die an Kanada grenzen, zunehmend über wirtschaftliche Probleme und steigende Arbeitslosigkeit klagen. Dies wird auch immer lauter betont. Insgesamt ist eine Schwächung der Dynamik innerhalb der Innenpolitik der USA zu beobachten – die Zerrissenheit im Inneren steigt. Das wird Folgen haben dabei, wie sich das Ausland zur Sicherheit von Investitionen in den USA stellt. Das wird zusätzlich auf dem USD lasten.

Der USD fällt auf breiter Front

Der Euro ist ständig im Fokus europäischer Corporates. Die Überschrift habe ich gewählt, weil es abseits des Euro noch augenscheinlicher ist, dass des um den USD nicht zum Besten bestellt ist.

Der AUD hat zum USD einen deutlichen Anstieg hingelegt. Der langfristige Abwärtstrend ist für den AUD bereits gebrochen. Für den Euro ist dies erst der Fall, wenn er 1,25 EUR/USD überschreitet. Dies erwarte ich noch für dieses Jahr, eventuell sogar das erste Halbjahr.

Wirklich kritisch wird es für den USA aber erst dann, wenn der JPY aufzuwerten beginnt. Dass der Yen aufwerten wird, ist fix, leider nicht fix ist, wann genau das passiert. Deshalb rate ich zu optionaler Sicherung von mehreren Jahren EUR/USD Forderungen.

Es wäre bitter, wenn Sie mit Ihrem Bugdetkurs angesichts offenkundiger Risiken für den USD fahrlässig umgehen.

Noch ist ein wenig Zeit. In der kommenden Ausgabe werde ich aktuelle Beispiele für Optionskosten darstellen (heute angefordert).

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